Albtraum beim Abnehmen – ein Erfahrungsbericht

margot„Vergiss die Waage!“

Margot, eine Teilnehmerin meines Fitness- und Abnehmprogrammes „Abnehmen macht sexy“, erlebt mit dem täglichen Gang auf die Waage einen wahren Horror!
Sie hat zwar zwei Kleidergrößen abgenommen – aber auf der Waage ist Stillstand… „Abnehmen macht sexy“ wird zu „Vergiss die Waage“
Margot, eine Teilnehmerin meines Fitness- und Abnehmprogrammes „Abnehmen macht sexy“, erlebt mit dem täglichen Gang auf die Waage einen wahren Horror! Sie hat zwar zwei Kleidergrößen abgenommen – aber auf der Waage ist Stillstand…

Margot, 56, ist eine wunderbare Powerfrau – und Margot ist mein Aushängeschild. Sie setzt auf den Punkt alles um, was ich ihr rate: „Wenn du das sagst, Conny, dann mache ich das!“

Und Margot hat unglaubliche Erfolge damit: in kürzester Zeit ist die erste Kleidergröße runter. Als Belohung muss ein neues Sommerkleid her, und wird entsprechend ausgeführt. Sie sieht hinreissend aus, sprüht vor Lebensfreude und fühlt sich so wohl wie lange nicht mehr.

So motiviert spechtet Margot jetzt mutig nach einem Badeanzug in Größe 38. Das ist das ganz große Ziel – der soll passen, ehe sie im August in Urlaub fährt.

Alles läuft nach Plan. Margot trainiert fleissig, setzt wie gehabt alle Tipps und Anregungen perfekt um und futtert neuerdings sogar brav Mineralien – und dann kommts:

Margot steigt auf die Waage!

Und ist schockiert. Denn auf der Waage hat sich nichts verändert. Margot ist fassungslos und völlig deprimiert. Der Tag ist im Eimer – denn laut Waage hat sie ZUGENOMMEN!

Wie kann das sein? Verunsicherung macht sich breit. Plötzlich hinterfragt sie alles, ihre Begeisterung und Motivation sackt völlig in den Keller, sie hat einen totalen Hänger und braucht geschlagene 2 Tage um sich mental wieder aus dem Loch herauszuziehen.

Kleinlaut reduziert sie ihre Nahrungsaufnahme – und steigt am nächsten Tag wieder auf die Waage. Und wieder, und wieder. Jeden Tag. Aber: Stillstand. Nichts verändert sich. Mal sind es 500 Gramm mehr, mal 500 Gramm weniger. Peanuts!

Margot ist fassungslos und nahe daran, das Vertrauen in mich zu verlieren. Sie beginnt, selbständig am Programm Veränderungen vorzunehmen, um mehr „herauszuholen“. Sie ist nahe dran aufzugeben, denn: Wozu an diesem Programm dranbleiben, wenn sie nicht abnimmt? Ehrlich gemeintes Lob und Achtung ihrer Familie kann sie nicht überzeugen – denn sie nimmt ja nicht ab. Was macht sie denn nur falsch? Warum geht nichts vorwärts?

Es macht ihr keine Freude mehr. Alle Argumente von wegen „Muskeln wiegen mehr als Fett“ – nichts hilft. Das Kleid, das ihr soviel Freude gemacht hat – vergessen. Die vielen anerkennenden Bemerkungen von Freunden und Kollegen: „du hast aber wahnsinnig abgenommen“ – sie kommen nicht an. Denn Margot hat ja ihren täglichen Gang zur Waage, der ihr verdeutlicht: „Du hast nicht abgenommen – das bildest du das alles nur ein!“

Margot ist keine Ausnahme: Tagtäglich habe ich mit Menschen zu tun, deren erste Handlung am Morgen der Gang auf die Waage ist. Und dann kommt entweder der Keulenschlag: „Oh Gott, schon wieder ein Kilo mehr“, oder die Erlösung: „Hurra, ein Kilo weniger!“

Und nun frage ich Sie – wie auch Margot immer wieder – allen Ernstes:

WAS SOLL DAS? MUSS MAN SICH DAS WIRKLICH ANTUN?

Sie haben einen Plan und gehen systematisch vor, haben nicht wegdiskutierbare Erfolge, beobachten jedes Detail an sich und freuen sich wie ein Schnitzel über alles, was sich verändert. Sie legen Ihren Fokus auf das, was funktioniert, kaufen sich ein neues Kleid, die Hosen schlackern an den Oberschenkeln – sprich, Sie haben für Ihren Einsatz alle Erfolgsbeweise dieser Welt – und dennoch hängen Sie sich und Ihre Tagesform an dieser verfluchten Waage auf?

Warum geben wir der Waage soviel Macht?

Weil in allen Diätprogrammen dieser Welt die Waage als Referenzgröße herangezogen wird. Es geht um´s vergleichbar machen. Man wird vor laufender Kamera gewogen, im Beisein anderer Mitstreiter wird man wortwörtlich bloßgestellt – es geht um Wettbewerb „Wieviel Kilo hast du schon runter?“, um Häme „Ich hab mehr abgenommen“ und um Wertung: „Braves Mädchen, gut gemacht“ oder „Böses Mädchen, hast nicht getan, was wir dir gesagt haben“. Die Waage ist der moralische Zeigefinger.

Kurz: Es geht um ganz massiven DRUCK! Mit fatalen Folgen, denn wir machen unser Wohlergehen davon abhängig. Ist Gewicht runter, sind wir stolz, happy und glücklich, hat sich nichts verändert, sind wir gefrustet, deprimiert, haben was falsch gemacht…

Dabei ist das völliger Blödsinn, denn: Gewicht ist nicht gleich Gewicht! Es gibt 1000 Gründe, warum das Gewicht schwankt – sogar dramatisch schwankt. Ein Liter Wasser wiegt auch ein Kilo. Wenn Sie also das obligatorische Glas Wasser morgens auf nüchternen Magen getrunken haben, wiegen Sie mehr. Wenn Sie auf der Toilette waren, wiegen Sie weniger. Wenn Sie sich die Haare wachsen lassen wiegen Sie mehr – und nach dem Friseurbesuch wiegen Sie weniger. Mein Gott, man kann dermaßen schummeln mit der Waage!

Von daher mein händeringender Appell:  V E R G I S S   D I E   W A A G E !

Seit den Erlebnissen mit Margot, deren tägliche Waagebesuche fast alles zunichte gemacht hätten, verbiete ich meinen Kunden, auf die Waage zu steigen. Denn der Frust mit diesem täglichen Auf- und Ab ist einer der Gründe, warum viele Menschen beim Abnehmen scheitern. Sie halten dieses emotionale Hin-und-Her nicht aus, diese persönliche Niederlage, die sie damit verbinden und die objektiv gesehen nichts miteinander zu tun hat – und geben letztlich viel leichter auf als Menschen, die sich diesem Druck gar nicht erst aussetzen, sondern auf andere Faktoren schielen.

Übrigens haben alle meine Kunden, die sich strikt daran halten, nicht auf die Waage zu gehen, schon nach wenigen Wochen deutliche Erfolge zu verzeichnen – und das mit sehr viel Freude und ganz ohne Druck. Warum? Nun, vom täglichen Besuch auf der Waage werden wir nun mal nicht schlanker…

Margot hat mir bis heute nicht geglaubt, dass ihre Waage kaputt ist. Es kann nicht anders sein. Sie wäre die einzige aus meinem Kurs, bei der sich nichts getan hat, dabei hat sie am intensivsten gearbeitet und von daher auch am meisten erreicht. Sie hat zwei Kleidergrößen runtergebracht, sagt, sie ist „gefühlte 10 Kilo leichter“ und macht in ihrem Bikini in 38 – der Badeanzug hat´s dann nicht mehr getan – eine Superfigur. UND: Sie kann trotz einer Knie-OP wieder joggen, was vorher auf Grund der Schmerzen und des zusätzlichen Körpergewicht nicht mehr möglich war.

Margots Geschichte wird die Einleitung zu meinem nächsten Buch „Vergiss die Waage“ sein. Ihr und unseren gemeinsamen Abnehm-Erlebnissen zu Ehren habe ich mein Programm umbenannt.

Dass Abnehmen sexy macht stimmt zwar auch – aber „Vergiss die Waage“ hat ein deutlich anderes Signal: Hier kannst du nämlich abnehmen und Mensch sein!

FAZIT: Zum Abnehmen braucht es keine Waage. Also: Vergessen Sie die Waage, und nehmen Sie stressfrei ab!

Herzlichst,

Ihre
Conny Schumacher

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