Nitya Seva – oder warum ich mich für ein Waisenhaus in Indien engagiere

Nitya Seva Weihanchten 2008

Nitya Seva Weihnachten 2008

Im Dezember 2008 war ich in einem Kinderheim in Indien/Bhopal mit der Idee im Kopf, den behinderten Mädchen mit ein bisschen Bewegungstherapie das Leben zu erleichtern. Was ich dort erlebt habe wurde zu einem der bewegendsten Erlebnisse meines Lebens.

In Nitya Seva, einem Waisenhaus für Straßenkinder, die einfach auf der Straße aufgelesen werden, kein Zuhause, nichts zum Essen und meist auch noch ein unsägliches Martyrium hinter sich haben, leben fast 130 Kinder. Sie bekommen Kleidung, ein Bett, warmes Essen, eine Schulausbildung, viel Liebe, Freunde und vor allem: Eine Perspektive!

Ganz echt: Ich kann nicht sagen, wer mehr von wem profitiert hat! Denn viel mit Bewegungstherapie war nicht zu machen. Wir wurden stattdessen wie Rockstars behandelt, mussten auf dem Busbahnhof sogar Autogramme geben.

Für die an die 80 Mädels war ich sowas wie eine lebendige Barbiepuppe. Zehn gestrenge Lehrerinnen sorgten dafür, dass ich ohne Luft zu holen auf Hindi von Eins bis Zehn zählen kann. Ständig wurde ich betatscht, angezogen, umgezogen, geschminkt, in einen Sari gesteckt und voller Stolz vorgeführt. Missbilligend und ein wenig mitleidig wurde meine mangelhafte Beauty-Ausstattung zur Kenntnis genommen: die Mädels konnten so garnicht verstehen, wie man ohne Lippenstift in Urlaub fahren kann!

Und welche Gastfreundschaft!!! Wir kamen um zu helfen – und durften nicht mal unsere Teller abwaschen. Auf unsere Frage, ob wir denn gar nichts tun könnten, hieß es lapidar: „Thats India!“

Weihnachten kennen die Hindus nicht, aber uns zu Ehren wurde in aller Eile eine X-mas Party organisiert! Ich sah nachmittags Manou noch mit einem dicken Ast unter dem Arm ins Haus sausen – abends erstrahlte er dann, dick mit Wattebäuschen behängt als improvisierter Weihnachtsbaum!

Ganz was besonderes waren auch die Weihnachtständchen per Skype in alle Welt. Einer unserer Freunde war auf den Philippinen, Victor saß in der Schweiz. Dieter auf den Philippinien hatte Weihnachten (auf Grund der Zeitverschiebung) schon hinter sich, wir waren mittendrin – und Viktor hatte es noch vor sich. Die Mädels (vor allem Aarti, die Kleine auf dem Bild mit dem Becher) haben dann für alle mit wachsendem Hochgenuss X-mas carols gesungen. Für meine Mutter z.B., die ganz gerührt war…

Mich hat der Mut und die Lebensfreude dieser Kinder unheimlich beeindruckt. Fassungslos steht unsereins daneben und erlebt, mit wie wenig der Mensch wirklich glücklich und zufrieden sein kann.

Ich möchte Claus von der Fink und seiner Frau Asha, die das Projekt vor 9 Jahren ins Leben gerufen haben und es ausschließlich über Spendengelder aus Deutschland finanzieren, meine allerhöchte Hochachtung aussprechen! Für das Vertrauen, für die Gastfreundschaft, für die Einladung überhaupt und für dieses umwerfende Erlebnis! Was ihr da hingestellt habt ist einmalig!

Ich habe mir vorgenommen, dieses Projekt uneingeschränkt zu unterstützen. Wenn man sich vorstellt, dass nur 40€ im Monat reichen um ein Kind in Indien mit allem zu versorgen, was es braucht, gibts eigendlich nichts mehr zu überlegen, oder? Das ist nicht mehr als einmal weniger essen gehen … Ich freue mich, wenn viele meinem Beispiel folgen, und NITYA SEVA unterstützen. Das Geld kommt zu 100% dort an, wo es hingehört, nichts verschwindet in dubiosen Kanälen. UNENGESCHRÄNKT EMPFEHLENSWERT!!!! Mehr dazu findet ihr unter www.nityaseva.eu

© Dipl. Spoec Conny Schumacher  *  Alfred Schmidt Straße 15  *  81379 München   *  Tel: 089/21963686  *  www.fit-im-büro.info

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